Eingabehilfen öffnen

Lesung im Dunkeln aus dem Roman Ich will raus am 14. Januar 2026 in Kassel

Der Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) startet mit einer Lesung im Dunkeln aus dem neuen Roman „Ich will Raus – von der Exklusion zur Inklusion“ von Ottmar Miles-Paul am 14. Januar 2026 ins neue Jahr. Mit dabei ist der Autor seines zweiten Romans Ottmar Miles-Paul und dessen Leseassistentin Sabine Lohner, die den Text von ihrer Braillezeile abliest und schon über einige Erfahrungen mit Lesungen im Dunkeln verfügt. Die Veranstaltung findet am 14. Januar 2026 um 18:00 Uhr im freiRAUM, Samuel-Beckett-Anlage 6, in 34119 Kassel statt und wird vom ebenfalls noch recht neuen Projekt des fab mit dem Titel „Aktiv Teilhabe gestalten“ organisiert. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

„Ottmar Miles-Paul ist seit vielen Jahren beim fab e.V. aktiv und berichtet täglich im Online-Nachrichtendienst kobinet-nachrichten über Entwicklungen in der Behindertenpolitik. Mit seinem neuen Roman ‚Ich will Raus – von der Exklusion zur Inklusion‘, der Anfang 2026 erschienen ist, blickt er ins Jahr 2034 – 25 Jahre nach Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland. Der Roman stellt die Frage, wie es dann um die Inklusion steht und welche Bedeutung der Satz ‚Ich will raus‘ im Leben der Protagonistin hat“, heißt es u.a. in der Ankündigung für die Dunkellesung.

Gemeinsam mit der blinden Leseassistentin Sabine Lohner aus Frankfurt präsentiert Ottmar Miles-Paul das Buch im Rahmen einer Lesung im Dunkeln. Die beiden erinnern damit auch an die Brailleschrift, die seit über 200 Jahren blinden Menschen den Zugang zu Schrift ermöglicht. Für Sabine Lohner, die schon bei einer Reihe von Lesungen im Dunkeln mitgewirkt hat und mit Ottmar Miles-Paul auf Lesetour zu seinem ersten Roman „Zündeln an den Strukturen“ war, bieten Lesungen im Dunkeln die Möglichkeit für eine andere Erfahrung. „Mir wurde immer wieder zurückgemeldet, dass bei Dunkellesung die Aufmerksamkeit und das Aufnehmen des Gehörten ganz anders, viel intensiver ist. Man ist nicht so abgelenkt“, weiß Sabine Lohner zu berichten.

Zum Roman heißt es in der Ankündigung der Dunkellesung des fab:

„Vor 25 Jahren ist die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland in Kraft getreten. Die behinderte Aktivistin Helen Weber soll deshalb in der bekannten Fernsehsendung Menschenrechte konkret von den Erfolgen der Enthinderungsgruppe berichten. Ein brisanter Recherchebericht über Verquickungen von Politiker*innen mit Behinderteneinrichtungen soll zudem ausgestrahlt werden. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.

Wiederholt sich die Geschichte? Wie sieht die Welt 2034 für behinderte Menschen aus? Wie ist es der Enthinderungsgruppe zwischenzeitlich ergangen? Und welche Rolle spielt der Ruf ‚Ich will raus‘? Zusammen mit der fiktiven Mitautorin des Romans, Helen Weber, blickt der Autor voraus in die Zukunft, aber auch zurück in die Vergangenheit. So viel sei verraten: Die Themen der Selbstbestimmung, Inklusion und Aussonderung haben im Jahr 2034 nichts von ihrer Aktualität verloren.“

Die Veranstaltung wird vom Projekt „Aktiv Teilhabe gestalten“ durchgeführt, das durch die Aktion Mensch gefördert wird. Am 23. Januar wird dieses um 14:00 Uhr offiziell mit einer Veranstaltung in den Räumen des fab im freiRaum eröffnet.

Link zu weiteren Infos zu Veranstaltungen des Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) Kassel

Link zu weiteren Information zu den Romanen „Ich will raus“ und „Zündeln an den Strukturen“ von Ottmar Miles-Paul und zur Bestellmöglichkeit

Quelle: kobinet-nachrichten 09.01.26