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Film: LUISA

Di. 14. Juli 2026, 17:30

Großes Bali Kino Kassel

Mit anschließendem Gespräch, u.a. mit Martina Puschke vom Weibernetz und Petra Willich von SLiN

Zum Film: LUISA ist vor kurzem von zu Hause ausgezogen und neugierig, was das Leben für sie bereithält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und kleine Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deutschen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft turbulenten Alltag. Unbemerkt wird Luisa zunehmend stiller, in der Wohngruppe geht das alltägliche Leben weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das passiert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiß, dass ihr Freund Anton nicht zeugungsfähig ist. Der Verdacht auf sexualisierte Gewalt liegt nahe. Luisa entschließt sich, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Die Polizei wird eingeschaltet und versucht herauszufinden, ob eine Straftat vorliegt. Die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und für das gesamte Personal der Wohneinrichtung.

Der Debüt-Kinospielfilm LUISA wurde mit einem professionellem Cast aus zehn Schauspieler*innen mit und zehn Schauspieler*innen ohne Behinderung realisiert – das ist ein enormes Alleinstellungsmerkmal und hat es so mindestens in Deutschland noch nicht gegeben. Neben der individuell bewegenden Geschichte der jungen Bewohnerin LUISA sollen auch die Strukturen, die die extrem hohen Fallzahlen von sexualisierter Gewalt an Frauen mit Behinderung ermöglichen, gezeigt werden. In der Drehbuchentwicklung wurde mit dem inklusiven Ensemble MEINE DAMEN UND HERREN aus Hamburg zusammengearbeitet, von denen auch einige Schauspieler*innen zum Cast gehören. Gemeinsam wurden die Figuren so weiterentwickelt, dass sie sowohl in Bezug auf die eigene inhaltlich-künstlerische Vorstellung, als auch in Hinblick auf vorhandene Barrieren für die Schauspieler*innen spielbar wurden. Während des Drehs wurden sowohl geskriptete, als auch improvisierte Szenen gefilmt.

Mit anschließender Diskussion mit Alexandra Habdank (Leiterin des Hessischen Koordinationsbüros für Frauen mit Behinderung), Martina Puschke (Leitung Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V.), Petra Willich (Selbstbestimmt leben in Nordhessen e.V.) und eigenmächtig e.V.

94‘ | Deutsch | Audiodeskription und Untertitel mit der GRETA-App (@greta_und_starks)

Tickets und Infos zu Barrieren im BALi Kino unter
www.balikinos.de

filmladen.de/film/luisa